Interview über einen Austausch

Wir (Nele und ich) haben Eva ein paar Fragen über ihren Austausch nach Frankreich gestellt.

Wie bist du auf die Idee gekommen und was war dein Ziel?

Ich wollte schon immer mal einen Austausch machen, um mein Französisch zu verbessern und die Erfahrung zu sammeln. Ich wollte auch neue Leute kennenlernen und mal ein anderes Schulsystem ausprobieren. 

Wie viel hat dich der Schüleraustausch gekostet?

Da wir das weitestgehend privat organisiert haben, war es bis auf die Zugtickets eigentlich umsonst. 

Wie fandest du deine Gastfamilie?

Meine Gastfamilie war super nett und wir haben eigentlich ganz gut zusammen gepasst, weil unsere Familienverhältnisse sehr ähnlich sind. Meine Gastschwester und ich sind im gleichen Alter und haben auch beide einen kleinen Bruder. 

Was haben die Franzosen für Vorurteile und was denken sie über Deutschland?

Die Franzosen,mit denen ich etwas zu tun hatte, denken, dass wir alle sehr groß sind und viele Kartoffeln essen. 

Worin unterscheidet sich der Schulalltag?

Man konnte die Schule nur zur vollen Stunde betreten und musste einen Pass vorzeigen um zu beweisen, dass man auch wirklich Schüler ist. Die Schulstunden, sowie der ganze Tag waren deutlich länger, obwohl der Unterrichtsstoff ähnlich war. Ich fand, die Lehrer waren unpersönlicher und es war ein bisschen so, wie ich mir die Uni vorstelle. Ich war an einer Schule, die sehr auf Naturwissenschaften und Sprachen spezialisiert war. Ich hatte überhaupt keine künstlerischen Fächer. Mittags gab es eine Mittagspause, in der man entweder in die Mensa gegangen ist oder sich draußen bei einem Imbiss oder Bäcker etwas zu essen geholt hat. Gegenüber von meiner Schule gab es auch einen Park, in den wir bei Freistunden gegangen sind. 

Hast du es zwischendurch bereut bzw. Heimweh gehabt?

Bereut habe ich es nie und klar habe ich ab und zu an meine Familie und Freunde gedacht, aber richtig Heimweh hatte ich nie. Ich bin wegen Corona zwei Wochen früher gefahren, weil viele Züge gestrichen wurden und auch in Frankreich eine Art homeschooling  angefangen hatte, bei dem ich wahrscheinlich nicht so gut mitgekommen wäre. 

Deine schönste Erinnerung?

Wir sind eine Woche nach meiner Ankunft in Frankreich zu der Hochzeit einer Cousine meiner Gastschwester in Nantes geflogen. Ich konnte da noch nicht so viel frei sprechen, aber die ganze Familie hat sich um mich gekümmert und wir haben uns mit o und Füßen verstanden. Das Fest war super schön und das Essen sehr lecker.  

Was war deine schlimmste Erfahrung?

Die Rückreise nach Deutschland war sehr stressig, weil meine eigentliche Zugverbindung gestrichen wurde und ich deshalb 16 Stunden und mit 4 Umstiegen nach Hause fahren musste. 

Wie waren die ersten Tage wieder in Deutschland?

Ich habe mich total gefreut, meine Familie wiederzusehen. Ich musste erstmal in Quarantäne und einen Corona-Test machen. 

Hast du immer noch Kontakt zu deiner Austauschschülerin?

Wir schreiben ab und zu und haben auch ein paar mal telefoniert und uns kleine Pakete zu Weihnachten und den Geburtstagen geschickt. 

Kannst du es weiter empfehlen? 

Natürlich! Ich würde jedem, der es irgendwie schafft und Lust darauf hat, einen Auslandsaufenthalt empfehlen. 


Fazit:

Tolle Erfahrung!