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Kartsport

Der Sport an sich

Der Kartsport ist der Sport, mit dem jeder Rennfahrer mal angefangen hat. Vom Kartsport geht es dann in Richtung F1 oder DTM oder anderen Rennsportarten. Für viele ist das Kartfahren nur eine Art Hobby oder eine Freizeitaktivität, aber es ist tatsächlich eine richtige Sportart, bei der man gute Kondition braucht, um vorne mithalten zu können. Beim Kartfahren sitzt man in einem Kart, was auf den Leihkartbahnen meistens zwischen 5 und 14 PS hat und fährt auf einer extra dafür gebauten Rennstrecke (Kartbahn). Diese Kartbahn kann in einer Halle (Indoor) oder Draußen (Outdoor) sein. Ich fahre z.B. Indoor in Celle, auf der „Burnout Celler Kartbahn“ und das schon seit ein paar Jahren.

Aber wo kommt das Kart überhaupt her?

Das erste Kart wurde im August 1956 in Kalifornien, vom US-amerikanischen Ingenieur Art Ingels und Lou Borelli gebaut und war mit einem Rasenmähermotor ausgerüstet, der über eine Fahrradkette einen Hinterradantrieb simulierte. Ingels, der zuvor beim Automobilhersteller Kurtis Kraft Rennwagen baute, stieß mit seiner Erfindung auf großes Interesse. Schnell fanden sich Nachahmer des simplen Konzepts und auf Parkplätzen wurden erste Rennen ausgetragen. Bereits 1959 wurden Karts auf der Pariser Automobilausstellung gezeigt und fanden so ihren Weg nach Europa. Im Februar 1960 gründete der Wiesbadener Automobilclub den Go-Kart-Club Deutschland (GKCD), der dem Automobilclub von Deutschland angeschlossen wurde. Das erste Go-Kart-Rennen auf deutschem Boden, fand im April 1960 in Wiesbaden statt. Das erste Rennen in der DDR, mit den dort K-Wagen genannten Karts, fand im November 1961 in einer Leipziger Messehalle statt. 

 Wettbewerbe

Man unterscheidet je nach Länge und Dauer des Rennens, zwischen Sprint- und Langstreckenserien. Sprintrennen werden von Einzelfahrern absolviert, während Langstrecken von Teams zurückgelegt werden. Daneben gibt es noch die Disziplin des Kartslaloms.

Sprintrennen

Beim Sprintrennen wird eine bestimmte Anzahl von Runden gefahren. Die in Deutschland am höchsten bewertete Serie ist die Deutsche Kart Meisterschaft. Ferner gibt es auch eine Europa- und Weltmeisterschaft die vom Kart-Weltverband (CIK) veranstaltet wird.

Langstreckenrennen

Beim Langstreckenrennen fahren die teilnehmenden Teams für eine vorher festgelegte Zeit zwischen 3 und 24 Stunden. Gewonnen hat am Ende das Team, das in der Zeit die meisten Runden zurückgelegt hat. Obligatorisch sind während des Rennens Fahrerwechsel. Außerdem muss das Kart regelmäßig nachgetankt werden. Die bekannteste Langstreckenserie im deutschen Kartsport ist die German Team Championship (GTC), die in zwei verschiedenen Divisionen ausgetragen wird.

Seit 2008 wurde mit der „AvD Kart Challenge“ eine weitere Langstreckenserie ins Leben gerufen, die inzwischen ebenso bekannt ist. In dieser Klasse wird jedoch mit Rundumschutz gefahren. Fahrzeuge sind in dieser Rennserie die Sodi RX 250 Karts (1 Zyl. 4T, 250 cm³, 22 PS), die vom Veranstalter X-Kart aus Altendiez gestellt werden. An sechs Renntagen werden jeweils zwei Rennen von drei Stunden Dauer ausgetragen. Seit 2010 ist die „Schwesternserie“ am Start, die AvD Kart Trophy 2010. Diese ist absolut identisch mit der AvD Kart Challenge, wird jedoch einen Tag später, am Sonntag, ausgetragen. Die beiden Serien wurden Ende 2010 wiedereingestellt.

Kartslalom

Eine weitere, weit weniger verbreitete Disziplin des Kartsports ist der Kartslalom. Dabei befahren die Teilnehmer nacheinander einen durch Pylonen abgesteckten Parkour. Für jedes Umfahren oder aus der Markierung schieben einer Pylone, bekommt der Fahrer Strafsekunden. Gewonnen hat am Ende der Zeitschnellste. Hierbei wird jedoch mit schwach motorisierten Viertakt-Karts und härteren Reifen gefahren.

Fahren auf öffentlichen Straßen

Das Fahren auf öffentlichen Straßen mit sogenannten Straßenkarts, wird ebenfalls immer populärer. Es gibt deutschlandweit einige Verleihstationen von Straßenkarts.

 

Kartklassen

Vorbemerkung: Bei Rennveranstaltungen/Rennserien, die sich auf das CIK-FIA-Statut in ihrem Reglement beziehen, gilt beim Alter des Fahrers die Jahrgangsregelung, d. h. das Alter muss nicht bereits erreicht sein, sondern es reicht, wenn es im gleichen Kalenderjahr erreicht wird.

  • Bambini Gazelle, 2014 durch Bambini light ersetzt
  • Bambini light, 8 bis 13 Jahre, gleicher IAME Waterswift-Motor wie Bambini, jedoch durch anderen Restriktor am Vergaser auf ca. 6,0 kW Leistungsreduziert
  • Bambini (bis 2014 Bambini Waterswift), 10 bis 13 Jahre, 60 cm³, 7,0 kW
  • OK-Junior, 12 bis 16 Jahre, 125 cm³, ca. 20 kW, 14.000/min
  • OK, ab 14 Jahren, 125 cm³, ca. 28 kW 15.000/min
  • KZ2, ab 15 Jahren, 125 cm³, 6-Gang sequentiell, ca. 33 kW, ca. 15.000/min
  • KZ, ab 15 Jahren, 125 cm³, 6-Gang sequentiell, ca. 33 kW, ca. 15.000/min

Z = Internationales Zeichen für Getriebe

  • VT 250 Junioren, 13 bis 16 Jahre, 250 cm³, ca, 18 kW
  • 4-Takt/VT 250, ab 15 Jahren, 250 cm³, ca, 25 kW
  • IAME X30 Junior, 12 bis 16 Jahre, 125 cm³, ca, 18 kW
  • IAME X30 Senior, ab 15 Jahren, 125 cm³, ca, 22 kW
  • Rotax MicroMax, 8 bis 12 Jahre, 125 cm³, ca, 5 kW
  • Rotax MiniMax, 10 bis 14 Jahre, 125 cm³, ca, 10 kW
  • Rotax Max Junioren, 13 bis 16 Jahre, 125 cm³, ca, 15 kW
  • Rotax Max Senior, ab 15 Jahren 125 cm³, ca, 21 kW
  • Rotax Max / DD2, ab 15 Jahren, 125 cm³, ca, 24 kW
  • Vortex Rok, ab 15 Jahren, 125 cm³, ca. 21 kW
  • Vortex Super Rok, ab 15 Jahren, 125 cm³, ca. 24 kW
  • World Formula, ab 10 Jahren, ca. 11 kW

Ich bedanke mich für ihr Interesse und hoffe, dass ihnen der Beitrag gefallen hat. Ich hoffe ihnen hat die kleine Exkursion gefallen und sie konnten was mitnehmen.

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