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Interview mit Frau Miskin

Frau Miskin, welche Fächer unterrichten Sie oder haben Sie unterrichtet?

Ich unterrichte jetzt hauptsächlich Englisch. In den Jahren zuvor habe ich auch die Fächer Russisch, Kunstgeschichte und Deutsch im Realschulzweig unterrichtet.

Warum gerade diese Fächer?

Ich hatte vor nach dem Abitur in Richtung Heilpädagogik zu gehen, doch dann kam die Nachricht, dass ich sehr lange auf einen Studienplatz warten müsste. Als diese Information mich erreichte, arbeitete ich gerade als Volontärin in einem internationalen Haus des Weltkirchenrates in der Schweiz und hatte zum ersten Mal Kontakt zu Menschen aus verschiedenen osteuropäischen Ländern, die Russisch als Verständigungssprache verwendeten, was mich sehr faszinierte. Kurzerhand schrieb ich mich nach meiner Rückkehr nach Deutschland für Englisch, Russisch und Kunstgeschichte an der Universität Münster ein. Für die englische Sprache hatte ich mich immer schon begeistert, Kunstgeschichte war mein Hobby und nun galt es, zunächst die russische Sprache intensiv zu erlernen. Deutsch als Fremdsprache habe ich später ebenfalls studiert und auch in diesem Bereich gearbeitet. Die Fremdsprachen und ihre Literaturen eröffnen mir bis heute die Tür zur Welt und zu anderen Kulturen. Dies versuche ich auch in meinem Unterricht zu vermitteln.

Wie lange unterrichten Sie schon?

Ich habe im Schuljahr 1990/91 an dieser Schule angefangen und unterrichte also hier schon seit 31 Jahren.

Haben Sie, bevor Sie zur Waldorfschule Hannover-Maschsee kamen, schon wo anders unterrichtet?

Ich habe vorher Russisch und Englisch an der Wirtschaftsschule Buhmann hier in Hannover unterrichtet. Der Schwerpunkt Wirtschaft und Industrie entsprach überhaupt nicht meinen Neigungen. Deshalb habe ich mich besonders über den Start an der FWS Maschsee gefreut und merkte recht bald, dass der Fremdsprachenunterricht an unserer Schule und das Musisch-Künstlerische in allen Facetten genau das Richtige für mich ist.

Was finden Sie gut an ihrem Beruf?

Zum einen finde ich die Vielfältigkeit sehr schön, denn ich kann sowohl die 1. Klassen bei ihren ersten Erlebnissen im Schulalltag, aber auch die 13. Klassen im Abitur erleben. Zum anderen wächst man auch immer bei jeder neuen Klassenstufe mit, weil man die Schüler auf ihrem Werdegang begleitet. Man bekommt dadurch auch den Zeitgeist der jeweils neuen Schülergeneration mit und bleibt dadurch selber „jung“ und flexibel.

In meiner ersten 10. Klasse war es in den Anfängen sehr laut. Die neue unerfahrene Lehrerin musste erst einmal lernen sich durchzusetzen, Streichen mit viel Humor zu begegnen und trotzdem den roten Faden durch den Unterricht nicht zu verlieren. Erst später begriff ich, wie wichtig unseren Schülern –völlig losgelöst vom Unterrichtgeschehen- der Austausch im Gespräch mit der Lehrerin ist.

Und was finden Sie nicht so gut?

Ich finde es schwierig, große Klassen zu unterrichten, weil ich die Sorge habe, dass ich nicht alle sprachlich mitnehme. Deswegen begrüße ich es sehr, ab der Mittelstufe halbe Klassen zu unterrichten.

Wenn ihnen die Schule gehören würde, was würden sie verändern oder verbessern?

Es hat sich bereits sehr viel in und an unserer Schule verbessert. Sehr schön fände ich, wenn die Ausstellung in den Fluren durch weitere Schaukästen verschönert werden könnte und durch Wechselausstellungen eine stärkere Wahrnehmung aus dem Unterricht möglich wäre.

Und was machen Sie, wenn Sie mal keinen Unterricht vorbereiten oder keine Arbeiten korrigieren müssen?

Ich gehe gerne wandern, lese wie ein Weltmeister in deutschen und englischen Büchern und höre gerne klassische Musik. Da ich wenig Zeit habe englische Zeitungen zu lesen, höre ich eher Podcasts zu politischen Themen. Außerdem telefoniere und maile bzw. skype ich mit Freunden, die in Europa oder auf anderen Kontinenten leben. Um mich fit zu halten gehe ich walken und mache Wassergymnastik. Gelegentlich tauche ich mit Begeisterung in die Acrylmalerei ab, aber nur dann, wenn ich wirkliche Mußestunden habe.

Dann bedanke Ich mich für das Gespräch

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